Die IHK Lahn-Dill richtet eine Hotline für Auszubildende ein und erweitert die Lehrstellenbörse. (Quelle: Unsplash/ Daniel Wiadro)

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Ausbildung und die Ausbildungsplatzsuche aus. Die Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill hat deshalb eine Hotline eingerichtet, bei der sich Schüler, Eltern, Lehrer und Betriebe zum Thema Berufsorientierung beraten lassen können. Unter der Nummer 06461-9595-1490 stehen IHK-Experten Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr ab sofort Rede und Antwort. „Unser primäres Ziel ist es, möglichst allen Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz in einem IHK-Beruf suchen, ein Angebot unterbreiten zu können“, sagt der Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill, Burghard Loewe.

Der IHK-Chef verweist zusätzlich auf die Online-Plattformen www.ausbildung-lahndill.de sowie www.ihk-lehrstellenboerse.de auf der Ausbildungsplatzsuchende freie Stellen recherchieren können. Betriebe, die Auszubildende suchen, können sich direkt bei der IHK Lahn-Dill melden, um aufgenommen zu werden. Knapp 130 offene Stellen bieten die Portale derzeit. Für die geplante Ausbildungsmesse in Dautphetal, die aufgrund von Corona abgesagt wurde, hat die IHK eine virtuelle Variante vorbereitet, die am 24. Juni online geht.

Mit den unterschiedlichen Online-Angeboten will die IHK eine Brücke zwischen Betrieben und Bewerbern schlagen. Hauptgeschäftsführer Loewe betont, wie wichtig es für Unternehmen sei, grade jetzt in Ausbildung zu investieren, um den Bedarf an Fachkräften langfristig sicherzustellen. Auszubildende, die diesen Sommer nicht ins Berufsleben starten, fehlten in drei Jahren als Fachkräfte. „Es gibt erfreulicherweise viele Unternehmen, die dies durchaus im Blick haben, leider noch nicht alle“, so Burghard Loewe.

Auch die IHK-Lehrstellenbörse geht zum 11. Juni 2020 mit wichtigen Neuerungen an den Start: „Auszubildende, die durch die Corona-Krise bedingt einen neuen Ausbildungsplatz suchen, sollen noch schneller ein passendes Angebot finden“, erklärt der Leiter des Bereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Lahn-Dill, Dr. Gerd Hackenberg.

Für suchende Unternehmen gibt es neue Felder, sich zu präsentieren: Die Betriebe können zum einen ihr Angebot gezielt an Azubis richten, die ihre Ausbildung nicht beenden konnten. Zu anderen kann angegeben werden, wenn ein Unternehmen im Verbund ausbildet und damit auch in der Lage ist, Azubis aus anderen Firmen zeitweise zu übernehmen. „Wir als IHK können dadurch suchende Auszubildende besser und schneller mit passenden Betrieben zusammenbringen“, ergänzt Dr. Gerd Hackenberg.

Auch für die suchenden Azubis wird das Stellenportal der Kammer optimiert: Über die neue Kachel „Azubi-Übernahme“ können die Auszubildenden direkt mit ihrer IHK Kontakt aufnehmen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Kammer Auszubildende, die nach einer Insolvenz einen neuen Betrieb suchen, in der Regel schnell vermitteln kann. Dr. Gerd Hackenberg: „Wir sind und bleiben erster Ansprechpartner für die Auszubildenden.“

Suchende Auszubildende und Unternehmen können sich auch direkt an Denis Benner vom Referat für Ausbildungsberatung und Vertragsmanagement der IHK Lahn-Dill wenden unter Telefon 06441-9448-1460 oder per E-Mail an benner@lahndill.ihk.de.