Besonders in den Schulen ist das Interesse, die Digitalisierung des Unterrichts voranzutreiben, groß. (Quelle: Unsplash/ NeONBRAND)Mit der Inbetriebnahme des zweiten von sieben Ausbaugebieten haben jetzt fünf weitere Kommunen einen verbesserten Anschluss an die Datenautobahn. In Kirchhain, Amöneburg, Rauschenberg, Wohratal und Stadtallendorf wurden die letzten „weißen Flecken“ im Rahmen des Erweiterungsprojektes zum Breitbandausbau im Landkreis Marburg-Biedenkopf geschlossen.

Rund 550 Privatanschlüsse verfügen nun über die bereits existierenden Kupferleitungen über eine verbesserte Downloadrate von bis zu 250 Mbit/s. Die 17 Schulstandorte in dem Ausbaugebiet wurden genauso wie die 25 unterversorgten Adressen mit Unternehmensstandorten direkt mit Glasfaseranschlüssen (FTTH – Fibre-To-The-Home) versorgt.

„Diese Verbesserungen sind auch in der aktuellen Situation besonders wichtig. Nicht nur für Schülerinnen und Schüler heißt es im digitalen Klassenzimmer von zu Hause aus selbständig zu lernen und mit ihren Lehrkräften zu kommunizieren. Auch viele Berufstätige arbeiten derzeit im Home Office. Hier macht sich eine gute Versorgung mit schnellem Internet bezahlt“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. Auch die Kreisverwaltung selbst und viele Kommunen setzten derzeit verstärkt auf diese Option.

„Dies ist möglich, weil wir im Landkreis Marburg-Biedenkopf schon frühzeitig die Weichen für den Breitbandausbau gestellt haben“, sagte die Landrätin. Mit der Gründung der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH im Jahr 2011 und dem ersten Ausbau in den Folgejahren habe der Kreis ein wichtiges Fundament für das Erweiterungsprojekt gelegt. „So standen bereits vor Beginn des Erweiterungsprojektes fast flächendeckende Downloadraten von über 50 Mbit/s zur Verfügung“, betonte Kirsten Fründt.

Dies sieht auch der Bürgermeister von Kirchhain, Olaf Hausmann so: „Durch die strategische Entscheidung mit öffentlichen Geldern und der Deutschen Telekom als Kooperationspartner den Breitbandausbau im Landkreis Marburg-Biedenkopf voranzutreiben, sind wir heute in der Lage die digitale Infrastruktur zu nutzen, um die negativen Auswirkungen durch die Coronakrise zu minimieren. Vielleicht entstehen auf diesem Wege auch neue innovative Alternativen, deren Nutzen wir erst jetzt erkennen.“

Besonders in den Schulen ist das Interesse, die Digitalisierung des Unterrichts voranzutreiben, groß. Aktuell nutzen aus dem Ausbaugebiet 2 in etwa 80 Prozent der Schulen Lösungen des Landkreises als Schulträger oder das Angebot des Landes, wie etwa Nextcloud oder das hessische Schulportal über die Medienzentren des Landkreises. Teils nutzen die Schulen auch bestehende eigene Systeme für die iPad Klassen, wie etwa die Mittelpunktschule Wohratal. Auch an der Grundschule Kirchhain nutzen alle Lehrerinnen und Lehrer Nextcloud.

„Wir freuen uns als Ausbaupartner in diesem Zusammenhang auch in der Suche nach Lösungen zur Nutzung digitaler Kommunikationsformen im aktuellen Schulalltag einbringen können“, sagt der Regionalmanager der Telekom, Thomas Peter.

In den Schulen erfolgt eine deutliche Ausrichtung hin zur Nutzung von digitaler Kommunikation. Ziel aller Lösungen: In der aktuellen Situation einen einfachen intuitiven Zugang zu schaffen, um auch Anfängern die Nutzung zu ermöglichen. Im zweiten Schritt erfolgt dann eine Vertiefung und die weitere Verbreitung auch komplexerer Lösungen, die nur aufgrund der schnellen Internetbandbreiten überhaupt nutzbar sind.