Lokale Bündnisse für Familie„Familienfreundlichkeit – ein Gewinn für alle!“ Unter diesem Motto wurde das Lokale Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis im Jahr 2005 gegründet. Seitdem arbeiten Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Kreis, Unternehmen, Gewerkschaften, Politik und Gesellschaft an der Umsetzung familienfreundlicher Ideen und Initiativen. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Bündnis im Lahn-Dill-Kreis für sein Engagement als „Bündnis des Monats März 2016“ ausgezeichnet.

Der Lahn-Dill-Kreis und die IHK Lahn-Dill als Hauptakteure koordinieren Projekte und regen neue Maßnahmen für Familienfreundlichkeit an. „Wir sind aktiv im Bündnis, weil die Regionen in Konkurrenz zueinander stehen. Daher ist Familienfreundlichkeit – von jung bis alt – ein wichtiger Standortfaktor für den Lahn-Dill-Kreis”, sagt Landrat Wolfgang Schuster, Schirmherr des Bündnisses für Familie.

Betriebliche Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder

Wer kümmert sich in den Ferien um die Kinder, wenn die Schulen geschlossen sind und Väter und Mütter arbeiten? Für das Lokale Bündnis lag die Antwort klar auf der Hand: die Arbeitgeber. So wurde 2014 erstmals der Kindersommer im Landkreis Lahn-Dill ins Leben gerufen. Vier Wochen lang gibt es innerhalb der Sommerferien ein Spiel- und Erlebnisangebot für schulpflichtige Kinder bis 14 Jahren. Während die Kinder von 8 bis 17 Uhr bestens betreut, gefordert und unterhalten werden, können sich ihre Eltern entspannt auf die Arbeit konzentrieren. Der Kindersommer ist ein Gemeinschaftsprojekt der beteiligten Unternehmen, der Sportjugend und der Stadt Wetzlar und wird von der IHK Lahn-Dill koordiniert. Er findet 2016 zum dritten Mal in Folge statt. Inzwischen beteiligen sich acht Unternehmen und haben für den Sommer schon 120 Plätze belegt. Einen Eindruck vom Kindersommer 2014 gibt dieser Film.

Checkliste für Familienfreundlichkeit

2015 hat das Lokale Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis zum dritten Mal nach 2008 und 2011 die „Checkliste für Familienfreundlichkeit” an Städte und Gemeinden verteilt und aus den Antworten einen Familienbericht für den Landkreis erstellt. Die Fragen wurden 2015 erstmals als Online-Fragebogen konzipiert. Die „Checkliste“ wird den Entscheidungsträgern in den Kommunalparlamenten an die Hand gegeben. Die Ausschüsse befassen sich damit zumeist in öffentlicher Sitzung.
Dass sich im Kreis in den letzten zehn Jahren sehr viel getan hat, zeigt sich unter anderem in der Entwicklung von einer passiven Region (lt. Prognos-Studie 2007) zu einer profilierten Region. Dabei hat sich die Checkliste als ein wichtiges Instrument erwiesen, um festzustellen, wie sich die Familienfreundlichkeit im Landkreis entwickelt: Denn Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortvorteil für Wirtschaft und Kommune.

Weitere Informationen zur Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ finden Sie hier.