In einem gemeinsamen Schreiben haben sich die verschiedenen Akteure aus dem Wirtschaftssektor jetzt an die Unternehmen, Handwerkbetriebe sowie an Industrie, Handel und Gewerbe gewandt. Darin geben sie Hinweise auf Fördermöglichkeiten. (Quelle: Unsplash/ Micheile Henderson)Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Universitätsstadt Marburg haben gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften Marburg und Biedenkopf, den Industrie- und Handelskammern Lahn-Dill und Kassel-Marburg sowie der Agentur für Arbeit ein Merkblatt entwickelt, das in Verbindung mit einem Anschreiben kompakt zusammenfasst, welche Fördermöglichkeiten es in der aktuellen Situation gibt und wer die Ansprechpartner sind: zum Merkblatt online.

„Wir möchten damit auch deutlich machen, dass die wesentlichen Akteure der Wirtschaftsförderung nicht jeweils ihr eigenes Ding machen, sondern auch und gerade jetzt gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. Wie der für die Wirtschaftsförderung zuständige Dezernent weiter ausführte, sei die Bekämpfung des Coronavirus eine Herausforderung, wie es sie wohl seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben habe, verbunden mit enormen wirtschaftlichen Folgen. „Nahezu jede Einzelne, ob Mitarbeiter oder Geschäftsführer, ob im Kleinunternehmen oder internationalen Konzern, ob Handwerker oder Freiberufler, ist betroffen, einige zum Teil in der Existenz bedroht“, machte Zachow deutlich.

„Die Unternehmerinnen und Unternehmer reagieren dennoch mit Verständnis auf die einschneidenden Maßnahmen und nehmen trotz der angespannten Situation mit großer Verantwortung ihre Aufgabe wahr: Die auch von Unternehmen eingeleiteten Vorsichtsmaßnahmen – etwa zum Hygieneabstand in Ladengeschäften – haben einen großen Beitrag dazu geleistet, dass die Bevölkerung weitgehend verantwortungsvoll mit der Situation umgeht. Dafür herzlichen Dank“, betonen neben Marian Zachow auch Landrätin Kirsten Fründt, Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Wieland Stötzel als Bürgermeister der Universitätsstadt Marburg, Volker Breustedt und Gerhard Wenz für die Marburger Agentur für Arbeit, Peter Lather und Oskar Edelmann für die IHK Kassel-Marburg, Eberhard Flammer und Burghard Loewe für die IHK Lahn-Dill, Rolph Limbacher und Meinhard Moog für die Kreishandwerkerschaft Marburg sowie Fred Schneider und Frank Interthal für die Kreishandwerkerschaft Biedenkopf.

Das Verantwortungsbewusstsein und das Verständnis der Unternehmerinnen und Unternehmer gebe – so schwer die Situation auch sei – Grund zu vorsichtigem Optimismus. „Dies gilt umso mehr, als sowohl bei der Pandemiebekämpfung als auch bei der Bewältigung der ökonomischen Folgen Bundes- und Landesregierung, die Landrätin, der Oberbürgermeister sowie die Bürgermeisterin und die Bürgermeister eng miteinander zusammenarbeiten“, betonen die Initiatoren in ihrem Schreiben.

„Alle Wirtschaftsakteure arbeiten auf Hochtouren in ihren jeweiligen Fachaufgaben, aber wir setzen auch auf Gemeinsamkeit. Die Industrie- und Handelskammern, die Kreishandwerkerschaften, die Agentur für Arbeit Marburg, das KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf, die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf arbeiten seit jeher eng zusammen. Diese enge Zusammenarbeit wird sich nun in schwieriger Zeit positiv auswirken“, ist sich Marian Zachow sicher.

Seit Montag, 30. März 2020, kann die Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige beim Regierungspräsidium Kassel online beantragt werden (http://www.rpkshe.de/coronahilfe/). Für Fragen zum Antragsprozess stehen die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern zur Verfügung.

Die Ansprechpartner sind online zu finden:

Handwerkskammer Kassel: https://www.hwk-kassel.de/

IHK Kassel-Marburg: www.ihk-kassel.de

IHK Lahn-Dill: www.ihk-lahndill.de

„Natürlich können wir keine direkten finanziellen Hilfen organisieren. Die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region können sich aber darauf verlassen, dass wir uns gemeinsam dafür stark machen, dass der Zugang zu Hilfen schnell und unbürokratisch ist“, so Zachow.

Auf die Unterstützung von Handel, Gewerbe oder Gastronomie zielt auch die Hilfsgutschein-Aktion, die das Stadtmarketing der Universitätsstadt Marburg mit der Online-Plattform www.marburg-liebe.de ins Leben gerufen hat. Nach dem erfolgreichen Start dieser Aktion in der Universitätsstadt Marburg haben sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf und das Stadtmarketing darauf verständigt, diese Aktion auch auf Unternehmen im ganzen Landkreis Marburg-Biedenkopf auszuweiten. Über die Aktion "Marburg Liebe" haben wir hier bereits berichtet.