„In einer Sonderumfrage zum immer deutlicher werdenden Wirtschaftsrisiko Fachkräftemangel geben 47 % der Personalverantwortlichen im IHK Bezirk Lahn- Dill an, offene Stellen mehr als 2 Monate nicht besetzen zu können. Dies bedeutet eine Steigerung um 9 %-Punkte im Vergleich zu einer Herbstumfrage des vergangenen Jahres,“ berichtet Armin Kuplent von der IHK Lahn-Dill.

„Ein Fünftel der Betriebe vermeldet, keine Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen zu haben. 2017 waren dies noch rund 24 %. Im Durchschnitt handelt es sich um 3,6 Stellen, die in den Betrieben nicht besetzt werden können,“ so Kuplent weiter. Als problematisch erweist sich das Finden geeigneter Arbeitskräfte besonders in den Branchen Baugewerbe (75 %), Gastgewerbe (60%) und der Industrie (52 %).

Gesucht werden vorrangig Arbeitskräfte mit dualer Berufsausbildung (48 %), mit Weiterbildungsabschluss wie z.B. Fachwirt, Meister (41 %) oder mit Fach- bzw. Hochschulabschluss (28 %). 24 % der Unternehmen sind auf der Suche nach Arbeitskräfte ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Als Hauptgründe, warum Stellen nicht besetzt werden können, identifizieren die Unternehmensvertreter insbesondere eine zu geringe bzw. unpassende Qualifikation der Bewerber (68 %), den grundsätzlichen Mangel an Bewerbern (66%) und zu hohe Gehaltsforderungen bzw. Ansprüche an die Arbeitsbedingungen (31 %).

Schwierigkeiten bei der Mitarbeitersuche sehen 19 % der befragten Unternehmer in der mangelnden Attraktivität des Unternehmensstandorts oder der Region (Infrastruktur, Wohnumfeld). Eine zu geringe Berufserfahrung ist für 12 % der Personaler ein Grund, offene Stellen nicht besetzen zu können.