Um die anstehenden organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen meistern zu können, haben sich Vertreterinnen und Vertreter von aktuell 16 hessischen Erst- und Zweitligisten aus den unterschiedlichsten Mannschaftssportarten zusammengetan und die „Interessengemeinschaft Teamsport Hessen“ ins Leben gerufen. (Quelle: Interessengemeinschaft Teamsport Hessen)Auch der hessische Spitzensport hat unter der Corona-Pandemie stark zu leiden. Unterbrochene oder vorzeitig abgesagte Spielzeiten sorgen bei den Topteams für erhebliche Einnahmeausfälle und somit Zukunftsängste unter den Spielern, Trainern, Mitarbeitern und Fans. Um die anstehenden organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen meistern zu können, haben sich, auf Initiative von HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, Vertreterinnen und Vertreter von aktuell 16 hessischen Erst- und Zweitligisten aus den unterschiedlichsten Mannschaftssportarten zusammengetan und die „Interessengemeinschaft Teamsport Hessen“ ins Leben gerufen. Ziel dabei ist es, einen Wissens- und Knowhow-Transfer untereinander zu teilen und Informationen zu derzeit wichtigen Sachthemen wie Kurzarbeitergeld, Versicherungsschutz oder unterschiedliche Soforthilfe- Maßnahmen zu bündeln. Bei dem sportartübergreifenden Gedankenaustausch unter den Clubs steht die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund.

Bislang hätten sich 16 Clubs der Interessengemeinschaft angeschlossen, aber die Tür stünde natürlich für weitere Erst- und Zweitligisten aus Hessen jederzeit offen, so die Initiatoren. „Die derzeitige Situation stellt uns alle vor massive organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen. Wie bei vielen anderen Aktionen und Bewegungen zur Bewältigung dieser Krise ist es auch im Sport wichtig, die Kräfte zu bündeln und füreinander da zu sein. Daher tauschen wir uns bereits seit einigen Wochen mit verschiedenen Profi-Clubs in Mittelhessen eng aus. Hieraus haben sich bereits viele positive Effekte ergeben, sodass aus diesem Kreis die Idee entstanden ist, weitere hessische Profi-Clubs miteinzubeziehen“, beschreibt 46ers-Geschäftsführer Philipp Reuner die Hintergründe des Zusammenschlusses.

Neben der Ansprache weiterer hessischer Clubs, fand bereits eine gemeinsame Videokonferenz statt, bei der die verschiedenen Herausforderungen, unter anderem bei der Generierung von notwendigen Finanzhilfen zur Sicherung der über viele Jahre aufgebauten Strukturen, beschrieben und mögliche weitere Schritte besprochen wurden. Auch wollen die Clubs gemeinsam Maßnahmen ergreifen, bei denen sich Sportlerinnen und Sportler als Vorbilder und Multiplikatoren einbringen können, um die notwendige Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus zu unterstützen.

Die zur Bewältigung der Krise notwendige Solidarität zeigt sich somit auch im hessischen Sport. Diese solle, so die Initiatoren, möglichst mit in die Zeit nach der Krise genommen werden, um den vielen hessischen Topteams eine starke Stimme und eine gemeinsame Plattform des Austausches zu geben. „Diese Initiative, die federführend von HSG-Geschäftsführer Björn Seipp initiiert wurde, mit dem wir in diesen Tagen fast tagtäglich im partnerschaftlichen Austausch standen, ist einzigartig und zeigt die große Solidarität unter den hessischen Profi-Mannschaften“, so RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck.

Neben den Initiatoren HSG Wetzlar, Giessen 46ers, EC Bad Nauheim, MT Melsungen und RSV Lahn-Dill haben sich inzwischen auch die Basketballer der Fraport Skyliners, des BC Pharmaserve Marburg und der Rhine River Rhinos Wiesbaden, die Handballer des TV Hüttenberg, der SG Kirchhof und der HSG Bad Wildungen Vipers, die Volleyballer des VC Wiesbaden und der United Volleys Frankfurt, des Eishockeyteams Kassel Huskies sowie der American Footballer Marburg Mercenaries und Universe Frankfurt der hessischen Interessengemeinschaft angeschlossen.