tinyCampus beschäftigt sich mit der Entwicklung einer App, die den Hochschulalltag deutlich vereinfachen soll. (Quelle: tinyCampus)tinyCampus beschäftigt sich mit der Entwicklung einer App, die den Hochschulalltag deutlich vereinfachen soll. Es haben sich studentische und wissenschaftliche Mitarbeiter_innender THM in diesem Projekt zusammengeschlossen. Im Fokus stehen hierbei Performance, individuelle Konfigurierbarkeit und vor allem der Zugriff auf die wichtigsten Services der Hochschule in einer App. Lest mehr über den Drittplatzierten beim “delina Innovationspreis für digitale Bildung 2020”:

Was hat euch dazu inspiriert, das Unternehmen zu gründen?

Wir sind kein Unternehmen, sondern ein Pilot-Projekt im Rahmen des Projekts „Klasse in der Masse“. Gefördert werden wir zwischen 2017 und Ende 2020 durch das "Gemeinsame Bund-Länderprogramm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" an der THM. Allerdings agieren und handeln wir eher wie ein Startup als wie eine typische Hochschulmaßnahme. Das bedeutet, wir sind unabhängig und entwickeln uns nicht von Semester zu Semester, sondern unser Team bleibt über die gesamte Laufphase zusammen. Inspiriert hat uns die Möglichkeit, so an einer Hochschule andere Wege zu gehen Software zu entwickeln. Nicht von oben herab, sondern im Team gemeinsam für Studierende von Studierenden und Mitarbeiter_innen.

Was macht eure App besser als die vergleichbaren Marktprodukte?

Wir entwickeln vor Ort, niemand kennt die Hochschule besser als Studierende und Mitarbeiter_innen. Durch unsere studentischen Mitarbeiter_innen haben wir einen Pool der besten zukünftigen Talente. Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen haben Industrieerfahrung und wissen, wie man Teams aufbaut, leitet und agile Projekte gestaltet. Damit haben wir einen Vorteil gegenüber externen Anbietern, die sich erst mühevoll in die lokalen Bedürfnisse hineinarbeiten müssten. Und anders als typische von Lehrenden geleiteten Projekte, können sich unsere Mitarbeiter_innen voll auf die Organisation der Entwicklung konzentrieren.

Wie wichtig waren die richtigen Kontakte und ein großes Netzwerk für euren Start?

Die richtigen Kontakte sind einer der wichtigsten Faktoren für den Start und die Produktion. Wir haben von Anfang an durch die Netzwerke der studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen bei dem Projekt tinyCampus profitiert. Zum Einen um schnell weitere Studierende für das Team gewinnen zu können und zum Anderen um die Ausbildung durch externe Spezialisten aus der Industrie zu beschleunigen. Dazu haben wir sogar eine Veranstaltungsreihe parallel zum Leben erweckt.

Welchen Tipp würdet ihr Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?

Wenn ihr eine Gründungsidee habt und noch studiert, dann lohnt es sich bereits während des Studiums dort Gleichgesinnte und Mitstreiter_innen zu suchen. Vor allem gibt es an den Hochschulen oft die Möglichkeit studentische Werkstätten zu gründen und Ideen dort schon zu prototypisieren und die Zusammenarbeit zu üben. Diese werden gerne von den Verantwortlichen gesehen und unterstützt. Daraus kann sich dann natürlich auch während oder nach dem Studium eine eigene Geschäftsidee entwickeln.