(Quelle: istari.ai) Die beiden Gründer David (JLU) und Jan (ZEW Mannheim) von istari.ai untersuchen derzeit welche Unternehmen besonders von den Auswirkungen der Corona Pandemie betroffen sind. Hierzu lesen Sie mit Ihrer selbst entwickelten künstlichen Intelligenz hochfrequent und vollautomatisiert online verfügbare Unternehmensdaten aus. Der Clou: Das ganze geschieht in Echtzeit.

Istari artificial intelligence (kurz istari.ai) das sind David Lenz (wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorrand der Justus-Liebig-Universität Gießen) und Jan Kinne (Wissenschaftler am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und Doktorand an der Universität Salzburg). Ihre eigens entwickelte WebAI analysiert in Echtzeit Datenbanken mit etwa 1,2 Millionen deutschen Unternehmen, die über webbasierte Indikatoren beschrieben sind. So können beispielswiese Online Aktivitäten wie Updates auf den Unternehmenswebseiten in Echtzeit abgebildet werden. Im Kerngeschäft von istari.ai hilft das, die Matchingpotenziale im Business to Business Bereich zu ermitteln oder zielgerichtete Marktanalysen zu erstellen.

Doch mit einigen Anpassungen wird das System derzeit genutzt, um zu ermitteln wie stark die Auswirklungen der Corona Pandemie für einzelne Unternehmen oder Branchen ausfallen. Eine genaue Abbildung könnte helfen die zukünftige Entwicklung abzuschätzen und bereits proaktiv auf die bevorstehenden wirtschaftlichen Szenarien zu reagieren. Gegenüber der Pressestelle der Justus Liebig Universität erklärt David: „Derzeit überprüfen wir zweimal wöchentlich über eine Million Unternehmenswebseiten und stellen einen stetigen Zuwachs an Meldungen zur Corona-Pandemie fest. Um tiefere inhaltliche Aussagen treffen zu können, arbeiten wir gerade unter Hochdruck an einer Erweiterung unserer webAI. Es liegen auch bereits Anfragen aus dem europäischen Ausland vor, ob wir unser System nicht auch dort einsetzen könnten“.

Dass die beiden Gründer ein hochinnovatives Produkt entwickelt haben, zeigt sich auch in Ihrer jüngst erfolgten Nominierung zum Leibniz Gründerpreis 2020. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird für Gründungsvorhaben aus Leibniz-Instituten in der Vorbereitungs- und Start-up-Phase vergeben, die sich durch besondere Leistungen bei der Entwicklung von innovativen und tragfähigen Geschäftsideen und beim Aufbau neuer Unternehmen auszeichnen. Das Preisgeld ist zweckgebunden für die Unterstützung der Vorhaben bei der Überprüfung und praktischen Umsetzung ihrer Unternehmenskonzepte, insbesondere für Herausforderungen wie Markteintritt, Einwerbung einer Finanzierung oder Entwicklung von Marketing und Vertrieb.

Mehr Informationen zu istari.ai und der Gründungsgeschichte des Projekts gibt es übrigens in unserem Interview mit den beiden Gründern.