Jörg Theimer und Oliver Vogler stellen ihr Projekt "Mittelhessen von oben sehen" vor. (Quelle: Jörg Theimer)Jörg Theimer und Oliver Vogler arbeiten momentan an einer Fotoausstellung, die die Schönheit unserer Region hervorheben soll. Das Besondere dabei: die zwei "Foto-Verrückten" zeigen verschiedene Orte in Mittelhessen aus der Vogelperspektive. Bei ihren Drohnenaufnahmen müssen sie auch auf die Wetterbedingungen und die Lichtverhältnisse achten. Das Projekt ist bereits sehr erfolgreich in den Sozialen Medien: "Mittelhessen von oben sehen" findet ihr auf Facebook, Instagram und YouTube. Wir haben ein exklusives Interview mit Jörg und Oliver geführt und sie gefragt, wie sie auf die Idee zu ihrem neusten Fotoprojekt gekommen sind.

Was genau ist das Projekt Mittelhessen von oben?

Wir möchten Mittelhessen aus einer anderen Perspektive kennenlernen und darstellen. Als Fotografen, die tief mit der Region verwurzelt sind, wollen wir die Schönheit und Weitläufigkeit von Mittelhessen aufzeigen. Wir kennen beide sehr gut die Zentralperspektive zum Fotografieren. Für das Projekt mussten wir jedoch in die Vogelperspektive wechseln und dies funktioniert nur mit Unterstützung einer Drohne. Unsere Bilder werden wir den Mittelhessen in einer Ausstellung präsentieren. Ein eventueller Überschuss aus dem neuen Projekt möchten wir einer Corona - Hilfsorganisation spenden, da das Projekt auch in dieser Zeit seinen Kick-Off hatte. In kürzester Zeit haben wir eine Facebook- und Instagram- Seite sowie einen YouTube Channel eingerichtet. Die Bilder scheinen den Mittelhessen zu gefallen, denn wir wachsen rasant in diesen Kanälen. Wir bieten die Aufnahmen Gemeinden, Städten, Firmen und Institutionen zum Kauf an, somit hoffen wir das Projekt umsetzen zu können.

Was war Euer voriges Fotoprojekt und was hättet Ihr gemacht, wenn es keine Corona-Krise gegeben hätte?

Vor ca. zwei Jahren hatten wir die Vernissage zu unserem Erstprojekt „Sportler aus Mittelhessen – die stillen Stars.“ Wir haben Sportler, die nicht so in den Medien im Vordergrund stehen, in ihrem Sport, aber auch mit ihrem Hobby porträtiert. Es war eine geniale Ausstellungs -Tour, in 6 verschiedenen Locations mit toller Unterstützung der Ausstellungspartner. Wäre die Corona-Krise nicht in den Alltag gekommen, hätten wir evtl. dieses Projekt mit einem leicht abgewandelten Motto weiterentwickelt.

Wie sucht Ihr die Orte für "Mittelhessen von Oben" aus und wie entstehen die Fotos?

Die Orte sind ja durch die Region vorgegeben. Wir arbeiten nach dem Topdown-Prinzip und das Ziel sollte es sein, von jeder Gemeinde erst einmal ein Bild zu haben. Für die Bilder müssen die Tageszeit und die Wetterbedingungen passen. Manche Ortschaften können nur am Morgen und manche nur am Abend fotografiert werden, je nach Sonnensituation. Wenn es zu windig ist kann die Drohne nicht starten. Die richtige Position für die Aufnahmen der Bilder ist entscheidend, da hilft in den meisten Fällen Google-Maps. Ohne Ortskenntnis kann der Einsatz auch schon mal abseits im Feld stattfinden.

Welche Technik verwendet Ihr?

Prinzipiell gilt der Fotografenspruch: Vordergrund macht Bild gesund, Hintergrund nie Kunterbunt. Das ist hier jedoch anders, denn es geht um Weitwinkelaufnahmen mit einer großen Blendenzahl, damit die Landschaftsaufnahme stimmig ist. Eine Nachbearbeitung der Bilder erfolgt dann mit Adobe Photoshop Lightroom.

Ihr bezeichnet Euch als "Foto-Verrückte" - was macht Ihr im "normalen Leben"?

„Foto-Verrückt“ klinkt gut und ist fast schon milde ausgedrückt. Die Leidenschaft für das perfekte Bild treibt uns immer wieder an. Wenn dann ein gutes Bild im Kasten ist, tritt eine gewisse Zufriedenheit ein. Wenn handwerkliches Können und individuelle Kreativität sich miteinander verbinden, wird Fotografie zur Kunst. Fotografieren bedeutet Malen mit Licht. Wir können beide froh sein, dass unsere Familien dies so unterstützen und fördern. Im normalen Leben sind wir beide bei einem namhaften deutschen Kamerahersteller aus Mittelhessen beschäftigt. Einer als internationaler Trainer der Akademie und der andere als Controller.

Auf unserem YouTube Kanal findet ihr auch ein kurzes Vorstellungsvideo zu dem Projekt: